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PROBENFAHRT 2007 Lange Probenfahrt bringt viele Bilder (hier)
Wie jedes Jahr fuhren wir auch im Februar 2007 zusammen mit der United Big Band und der Junior Jazz Band auf Probenfahrt. Unser Reiseziel war diesmal nicht Göttingen, sondern ein Schloss in Windischleuba, einem kleinen Örtchen in Thüringen. Früh am Samstagmorgen trafen wir uns vor der Schule. Wir freuten uns auf die bevorstehende Woche und waren gespannt, wie unsere neue Unterkunft aussehen würde. Nachdem alle Instrumente, Reisetaschen und Zubehör eingeladen waren, konnte es endlich losgehen. Die Fahrt dauerte ca. 3 Stunden. Nach einigen Komplikationen mit der Zimmeraufteilung und einem Mittagessen bezogen wir unsere Zimmer und erkundeten das Schloss. Anschließend brachten wir unsere Instrumente und Noten in unseren Proberaum. Jetzt konnte die intensive Phase des Probens losgehen. Unsere Tage begannen um 8 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück. Um 9 Uhr ging es in die Probe. Christian, unser Bandleader, hatte fünf neue Stücke (Bay Side Groovin’, Basie Eyes, And I love her, Dob’s Boogie, Hobo Flat) besorgt. Mit diesen gut ausgewählten Stücken beschäftigten wir uns auf der Probenfahrt hauptsächlich. Manchmal probte die ganze Band zusammen, manchmal die Sätze einzeln. Für die Satzproben brauchten wir natürlich Coaches. Für die Saxophone war das Andreas, für die Trompeten Michael, für die Posaunen Nils und für die Rhythmusgruppe Lars. Alles sehr nette und auch manchmal lustige Typen. Um 12 Uhr gab es dann Mittagessen. Danach in der Mittagspause ruhten wir uns aus, gingen zu dem weit entfernten Einkaufsladen, spielten Tischtennis oder übten noch nicht sitzende Stücke. Von 15-18 Uhr ging es wieder in die Probe. Neben den Proben in der großen COMBO hatten wir uns in vier kleinere Combos aufgeteilt. Jede Combo bekam ein Stück. Dieses wurde von uns umgeschrieben und fast täglich nach dem Abendessen geprobt. Die Stücke in dieser Besetzung zu spielen hatte seinen Sinn, denn so konnte jeder mehr Verantwortung übernehmen und zeigen, was er kann. Alle von uns spielten Soli. Auch das ist in einer Band mit 20 Leuten nicht möglich und war somit eine gute Übung für uns. Je nach Klassenstufe gingen wir dann um 22 oder 23 Uhr ins Bett. In der Umgebung unserer Jugendherberge konnte man in der Mittagspause die schöne Natur und die Ruhe genießen. Ob auf dem Weg zum Supermarkt oder hinter dem Schloss, überall waren weite Wiesen. Einmal machten die Junior Jazz Band und wir einen Ausflug nach Altenburg. Dort besichtigten wir eine alte Burg. Ein Mann erzählte uns sehr umfangreich, aber doch durch seine Art unterhaltsam über die Menschen, die früher dort gelebt hatten und über die deutsche Geschichte. Der Ausflug war für alle eine gute Abwechslung des anstrengenden Probenalltags. Am Ende der Besichtigung gingen wir durch einen dunklen Schacht tief unter der Burg. Wir schauten uns noch die Stadt an und waren froh, als wir hörten, dass wir mit einem Bus zurück zur Jugendherberge gefahren würden, da wir auf dem Hinweg über eine Stunde gelaufen waren. Am Mittwochabend führten wir COMBOintern unsere Improvisationskünste in den kleinen Combos auf. Es wurde ein hörenswerter Abend, denn alle gaben sich große Mühe. Es war sehr interessant jeden einzelnen ein Solo spielen zu hören. Dieser Abend war schon die Einleitung zum Ende der Probenfahrt. Am Donnerstagabend fanden schließlich das Abschlusskonzert und der bunte Abend statt. Die Junior Jazz Band eröffnete das große Konzert mit einem gelungenen Auftritt. Dann waren wir an der Reihe. Wir spielten drei unserer neuen Stücke und gaben eine Zugabe. Anschließend spielte die United Big Band noch einige Stücke. Wie immer begann danach der bunte Abend. Hier wurden viele musikalische Beiträge von Seeed über Schlager bis hin zu selbstgeschriebenen Stücken geboten. Auch wurde ein Limbowettbewerb veranstaltet und ein lustiger Sketch brachte alle zum lachen. Es war wahrscheinlich der beste Bunte Abend aller Probenfahrten. Auch die Preise für den besten Satz, den besten Solisten, das herausragendste Engagement und die konstruktivste Mitarbeit wurden verliehen. In der COMBO wurden die Posaunen als bester Satz, Berkan als bester Solist und für konstruktive Mitarbeit und Ada und Linos für herausragendes Engagement ausgezeichnet. Der Abend endete mit einer Disco. Später als sonst gingen alle auf ihre Zimmer. Freitag war der Tag der Abreise. Nachdem wir gefrühstückt hatten, die Zimmer geräumt und alles eingeladen hatten, sprachen wir über die vergangene Woche und kamen zu dem Schluss, dass Windischleuba eine gute Alternative zu Göttingen sei. Nach dem Mittagessen fuhren wir nach Berlin zurück. Mit müdem Ansatz oder Fingern waren wir einerseits froh wieder zu Hause zu sein, andererseits hat uns die Zeit in Windischleuba sehr viel Spaß gemacht, wie haben viel neues gelernt und wir wären gerne noch länger geblieben. So können wir abschließend sagen: "Ja, es war ein voller Erfolg!" geschrieben von: Meike und Sina Gierig Foto: Schloss Windischleuba |